Neues Album mit außergewöhnlichem Repertoire

 

  • In seiner jüngsten CD-Einspielung von Werken des russischen Komponisten Grigori Frid setzt das Georgische Kammerorchester Ingolstadt unter der Leitung von Ruben Gazarian sein Engagement für die Wiederentdeckung sowjetischer und osteuropäischer Komponisten fort. Mit der Geigerin und Bratscherin Isabelle Van Keulen und dem Pianisten Oliver Triendl unterstützen zwei versierte musikalische Partner das GKO und dessen Chefdirigenten. Diese Neuveröffentlichung erschien am 9. August 2019 beim Traditionslabel CAPRICCIO in Koproduktion mit Deutschlandfunk Kultur.
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  • Dem Doppelkozert für Viola, Klavier und Streichorchester, op. 73 von 1981 stehen zwei Werke aus den 1960er Jahren gegenüber: die Symphonie Nr. 3 für Streichorchester und Pauken, op. 50 von 1964 und Zwei Inventionen für Streichorchester, op. 46a von 1962. Trotz der zwei Dekaden, die zwischen den Werken liegen, trotz der beiden Pole seines Schaffens – die Nähe zu Schostakowitsch sowie das Umfeld der jüngeren Komponistengeneration um Gubaidulina und Schnittke – ist ein einheitlicher Personalstil bemerkbar.
  • Grigori Frid war Komponist, Schriftsteller und Maler. Im Stalinismus massiven Repressalien ausgesetzt und 1927 seinem Vater in die sibirische Verbannung Vater folgend, studierte er erst in Irkutsk, dann ab 1935 am Moskauer Konservatorium. Einer seiner prägenden Lehrer war dort Wissarion Schebalin, ein bedeutender Vertreter der frühen sowjetischen Moderne. Neben seinem eigenen Schaffen engagierte sich Grigori Frid zeitlebens für verfolgte Kollegen: So ermöglichte er Uraufführungen verfemter Komponisten wie Sofia Gubaidulina oder Alfred Schnittke im von ihm 1965 gegründeten „Musik-Klub“. Im Westen wurde er vor allem durch seine Mono-Opern Tagebuch der Anne Frank und Briefe des van Gogh bekannt.