Wiedereinladungen nach Israel

Im November 2019 gastiert Ruben Gazarian gleich bei zwei israelischen Orchestern: Nach seinem gefeierten Debut beim Haifa Symphony Orchestra im vergangenen Jahr, dirigiert er Anfang des Monats die epische 7. Sinfonie von Gustav Mahler an zwei aufeinanderfolgenden Abenden. Nur kurze Zeit später kehrt Gazarian zurück nach Israel, um diesmal der Wiedereinladung des Jerusalem Symphony Orchestra zu folgen: Auf dem Programm hier stehen Werke von Yonatan Keret (Uraufführung), Dimitri Schostakowitsch und Peter Tschaikowsky.

Neues Album mit außergewöhnlichem Repertoire

 

  • In seiner jüngsten CD-Einspielung von Werken des russischen Komponisten Grigori Frid setzt das Georgische Kammerorchester Ingolstadt unter der Leitung von Ruben Gazarian sein Engagement für die Wiederentdeckung sowjetischer und osteuropäischer Komponisten fort. Mit der Geigerin und Bratscherin Isabelle Van Keulen und dem Pianisten Oliver Triendl unterstützen zwei versierte musikalische Partner das GKO und dessen Chefdirigenten. Diese Neuveröffentlichung erschien am 9. August 2019 beim Traditionslabel CAPRICCIO in Koproduktion mit Deutschlandfunk Kultur.
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  • Dem Doppelkozert für Viola, Klavier und Streichorchester, op. 73 von 1981 stehen zwei Werke aus den 1960er Jahren gegenüber: die Symphonie Nr. 3 für Streichorchester und Pauken, op. 50 von 1964 und Zwei Inventionen für Streichorchester, op. 46a von 1962. Trotz der zwei Dekaden, die zwischen den Werken liegen, trotz der beiden Pole seines Schaffens – die Nähe zu Schostakowitsch sowie das Umfeld der jüngeren Komponistengeneration um Gubaidulina und Schnittke – ist ein einheitlicher Personalstil bemerkbar.
  • Grigori Frid war Komponist, Schriftsteller und Maler. Im Stalinismus massiven Repressalien ausgesetzt und 1927 seinem Vater in die sibirische Verbannung Vater folgend, studierte er erst in Irkutsk, dann ab 1935 am Moskauer Konservatorium. Einer seiner prägenden Lehrer war dort Wissarion Schebalin, ein bedeutender Vertreter der frühen sowjetischen Moderne. Neben seinem eigenen Schaffen engagierte sich Grigori Frid zeitlebens für verfolgte Kollegen: So ermöglichte er Uraufführungen verfemter Komponisten wie Sofia Gubaidulina oder Alfred Schnittke im von ihm 1965 gegründeten „Musik-Klub“. Im Westen wurde er vor allem durch seine Mono-Opern Tagebuch der Anne Frank und Briefe des van Gogh bekannt.

Hier geht es zur Rezension bei Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbbKultur)

CD-Neuerscheinung im Juni 2019

Von der Süddeutschen Zeitung für seinen „aufregend eigenen, energiereichen, in der Höhe berückend singenden, in den tiefen Registern stets klar konturierten, männlichen Ton“ gerühmt, zählt Valentin Radutiu zu den aufstrebenden Cellisten seiner Generation und vereint intellektuelle Durchdringung mit expressiver Klangkultur. Gemeinsam mit dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn unter der Leitung von Ruben Gazarian erschafft Radutiu klangvolle Interpretationen der Cellowerke von Haydn, Casadesus und Janson.

  • Hier geht es zur Rezension in der Süddeutschen Zeitung
  • Hier geht es zur Rezension auf MusicWeb-International

 

Erfolgreiche Rückkehr nach Polen

Die Verbindung zwischen Ruben Gazarian und dem Wrocławer (Breslau) Philharmonischen Orchester wurde durch wiederholte Zusammenarbeit weiter vertieft: Nach 2015 und 2017 (mit zwei Programmen) gastierte der Dirigent im Mai 2019 erneut bei diesem traditionsreichen Klangkörper. Diesmal standen auf dem Programm Werke von P. I. Tschaikowsky (Suite aus „Dornröschen), D. Schostakowitsch (Violinkonzert Nr. 1) und E. Elgar (Enigma-Variationen). Die intensive, beglückende und von Erfolg gekrönte musikalische Wiederbegegnung führte sogleich zu einer neuerlichen Einladung Gazarians in der Saison 2020/2021.

 

WKO Heilbronn mit Ruben Gazarian auf Tournee durch China

Die zehn Auftrittsorte der China-Tournee 2019 (zur Vergrößerung bitte auf das Bild klicken).                   Fotos: Hans Georg Fischer

Als überzeugter Touring-Klangkörper hinterlässt das Württembergische Kammerorchester seine Klangspuren auch bei einem überregionalen wie internationalen Publikum. In Februar-März 2019 war das Orchester unter der Leitung seines ehemaligen Chefdirigenten Ruben Gazarian erneut auf einer Tournee mit zehn Konzerten in verschiedenen Regionen Chinas. Nach Stationen in Beijing, Huanggang, Changsha, Hefei, Ma’anshan, Nanjing, Zhuhai, Dongguan und Huizhou fand das Abschlusskonzert in Shanghai statt. Auf dem Programm der Tournee standen Werke von Edvard Grieg, Nino Rota und Gustav Holst, als Solist trat der Solo-Cellist des WKO Gabriel Faur auf.

 

WKO und Ruben Gazarian vor dem Konzert in Zhuhai.

 

„CARNEVAL“: Neue CD mit Asya Fateyeva, WKO und Ruben Gazarian

„Da würden selbst Puristen schwach“, schrieb 2017 die Berliner Zeitung über Asysa Fateyevas damalige Veröffentlichung „Bachiana“, auf der sie gemeinsam mit dem WKO Heilbronn und Ruben Gazarian Bach-Kompositionen für das Saxophon arrangierte – ein Instrument, das es zu Bachs Lebzeiten noch gar nicht gab. Auch auf ihrer neuesten CD schlägt die Solistin ungewöhnliche Wege ein. Dieses Mal ergründet sie wieder zusammen mit dem Württembergischen Kammerorchester unter der Leitung von Ruben Gazarian die Welt des Karnevals, seine Dramen, Figuren und immer wieder überraschenden menschlichen Verwicklungen. Dafür eigne sich das Saxophon hervorragend, so Fateyeva: „Der Titel ‚Carneval’ beschreibt den Geist des Saxophons. Gerne mag es sich verkleiden, ausprobieren, verschiedene Stile ausloten und in die Rollen anderer Instrumente schlüpfen.“

Spielzeit 2019 des GKO Ingolstadt mit „Artist in Residence“ Sergei Nakariakov

GKO-„Artist-in-Residence“ 2019: Sergei Nakariakov

Grenzgänge zwischen Tradition und Moderne, Bekanntem und Rarem prägen seit jeher den Charakter des Georgischen Kammerorchesters Ingolstadt. Diese Ausrichtung des Orchesters wurde mit dem Amtsantritt von Ruben Gazarian stets weiter entwickelt und das Profil des GKO auch in dieser Hinsicht sorgfältig geschärft.

In der Saison 2019 steht dieses Grenzgängertum einmal mehr im Fokus. Einen Schwerpunkt bilden u.a. die Sinfonien von Joseph Haydn, 210 Jahre nach seinem Tod, ein weiterer gilt Wolfgang Amadeus Mozart. Ein besonderes Jubiläum markiert im Dezember 2019 der 100. Geburtstag von Mieczysław Weinberg (1919–1996). Der bedeutende russische Komponist polnisch-jüdischer Herkunft und enger Freund Dmitri Schostakowitschs bleibt in der westlichen Musikwelt immer noch weitgehend zu entdecken. Auch die Werke des Katalanen Miquel Ortega sind weniger bekannt. Der 1963 in Barcelona geborene Komponist und Dirigent interessiert sich vor allem für den Klang der Stimme und hat Werke u.a. für die kürzlich verstorbene Montserrat Caballé geschrieben.

Für das besondere Profil der Spielzeit 2019 ist Sergei Nakariakov als „Artist-in-Residence“ 2019 ein exzellenter Botschafter. Der Trompeter aus Russland, der sich beim GKO gerade erst in einem gemeinsamen Auftritt mit Sebastian Knauer, dem „Artist in Residence“ 2018, vorstellte, ist selbst ein Grenzgänger. In seinem breiten Repertoire pflegt er intensiv die zeitgenössische Musik. Eigens für ihn hat Jörg Widmann sein „ad absurdum“ geschaffen, ein anspruchsvolles Werk, maßgeschneidert für Nakariakovs herausragenden musikalischen und technischen Fähigkeiten. Im Eröffnungskonzert der Saison am 16. Januar 2019 ist der Künstler unter der Leitung von Ruben Gazarian auch mit genau dieser Komposition beim GKO zu erleben.

Das 3. Abo-Konzert am 21. März 2019 liegt allein in der Hand von Chefdirigent Ruben Gazarian, der neben Eric Satie, Maurice Ravel und Pēteris Vasks den Fokus auch auf den Jubilar Mieczysław Weinberg richtet. Seine Musik wird erneut zu Gehör gebracht von der russischen Pianistin Elizaveta Blumina (am 06. Juni 2019).

Musik von Johann Sebastian Bach, Ludwig van Beethoven, Franz Schubert, Arthur Honegger, Johann Simon Mayr, Niels Gade, Gustav Holst, P. I. Tschaikowsky und vielen anderen zeugt vom Reichtum des musikalischen „Kaleidoskops“, welches dem Publikum der Ingolstädter Abo-Reihe 2019 unvergessliche musikalische Erlebnisse bescheren wird. Mehrere Auftritte werden für Radio- und CD-Produktionen aufgezeichnet, u. a. für Deutschlandfunk Kultur.

Durch zahlreiche Gastspiele präsentiert das Georgische Kammerorchester Ingolstadt sein unverwechselbares Profil innerhalb Deutschlands, u.a. als Wiedereinladung beim renommierten Rheingau Musik Festival, in München, Frankfurt, Dortmund, Witten, Blaibach, Kempten und Donauwörth, sowie bei Schaffhausen Klassik in der Schweiz mit Khatia und Gvantsa Buniatishvili. Ein weiteres Schweiz-Gastspiel findet in Brugg statt, mit einer Aufnahme für den Radiosender SRF Kultur. Außerdem ist das GKO mit seinem Chefdirigenten bei zwei weiteren bedeutenden europäischen Festivals zu Gast: Emilia Romagna Festival  in Italien und Festival Ljubljana in Slovenien.

Natürlich hält die kommende GKO-Saison noch viel mehr an faszinierenden Projekten, musikalischen Einblicken und Entdeckungen bereit, die allesamt auf der Webseite des Orchesters erkundet werden können: www.gko-in.de

„Artist-in-Residence“ Sergei Nakariakov und Chefdirigent Ruben Gazarian bei der Vorstellung der Spielzeit 2019 im Ingolstädter AUDI-Forum am 8. November 2018

CD-Produktion mit „OPUS KLASSIK“ ausgezeichnet

  • Nach der Preisverleihung in Berlin (v. l. n. r.): WKO-Intendantin Madeleine Landlinger, Kathrin Christians und Ruben Gazarian

  • Für ihre Debüt-CD mit dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn und Chefdirigent Ruben Gazarian erhält Kathrin Christians (Flöte) den OPUS KLASSIK als Nachwuchskünstlerin des Jahres. Die Aufnahme ist 2017 bei Hänssler CLASSIC erschienen.
  • OPUS KLASSIK ist der neue Preis für klassische Musik in Deutschland und als solcher der Nachfolgepreis des Echo-Klassik. Er wurde erstmals im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung am Sonntag, den 14. Oktober 2018 im Konzerthaus Berlin vergeben.
  • Die Flötistin spielt auf der preisgekrönten Aufnahme in engem Dialog mit dem Orchester und seinem Chefidirigenten Konzerte von Jindrich Feld und Mieczysław Weinberg, sowie das Adagio von Mikis Theodorakis. Die musikalischen Partner Christians, Gazarian und WKO Heilbronn haben mit dieser Einspielung selten Gehörtes aus dem Flötenrepertoire (wieder) zum Leben erweckt.
    „Spielfreude, Virtuosität, Klangrausch“ attestiert der SWR der Aufnahme und pizzicato unterstreicht die Intensität der Flötistin und die Exzellenz des Württembergischen Kammerorchesters Heilbronn.

Mehr dazu auf: www.opusklassik.de

Ein besonderer Konzertabend in der Heilbronner Harmonie zum Abschluss der Amtszeit

Nach 16 Spielzeiten als Chefdirigent des WKO Heilbronn leitete Ruben Gazarian am 13. Juni 2018 sein letztes Abokonzert in dieser Eigenschaft. Das Programm bestand ausschließlich aus Musik von Ludwig van Beethoven. Neben dem Klavierkonzert Nr. 3 in c-Moll (Solistin: Lilya Zilberstein) und – als krönender Abschluss des Abends – der 3. Sinfonie „Eroica“, hatte auch die „Große Fuge“ in der Streichorchesterfassung einen Ehrenplatz im Programm: „Schon gleich am Beginn der Planungen für dieses bedeutungsvolle Konzert stand es für mich fest, dass ich unbedingt ein Werk darin haben möchte, welches ausschließlich mit Streichern – also der Stammbesetzung des Kammerorchesters – besetzt ist. Es sollte nicht nur das WKO in seiner reinen Streicherpracht zelebrieren, sondern auch als Tribut an das Kammerorchester verstanden werden, das über so viele Jahre integraler Bestandteil meines musikalischen Lebens war. Es ist mir tief empfundene Freude und Ehre gewesen, diesen feinfühligen Hochleistungs-Klangkörper zu leiten“, so Ruben Gazarian.

Am Ende des musikalischen Teils dieses denkwürdigen Abends wurden das Orchester und sein Chefdirigent mit langanhaltenden stehenden Ovationen stürmisch gefeiert. Im darauffolgenden offiziellen Teil des Abends ließ der Vorsitzende des WKO-Stiftungsrats Ralf Peter Beitner die Heilbronner Amtszeit von Ruben Gazarian in einer Rede Revue passieren, gefolgt von bewegenden Worten, die die Vorsitzende des Orchestervorstands Konstanze Felber-Faur im Namen des gesamten Orchesters an Gazarian richtete. Den Ausklang des langen Konzerts bildeten zahlreiche persönliche Begegnungen des dankbaren Publikums mit dem scheidenden WKO-Chefdirigenten und Mitgliedern des Orchesters im Foyer der Harmonie.

Hier geht es zur Rezension und Bildergalerie dieses Konzerts

„Er hat berührt, beglückt, erfreut und getröstet“: Hohe Auszeichnung für Ruben Gazarian

Am 11. Juni 2018 wurde Ruben Gazarian in einer feierlichen Zeremonie im großen Ratssaal des Heilbronner Rathauses mit der goldenen Münze der Stadt Heilbronn ausgezeichnet. Heilbronns Oberbürgermeister Harry Mergel würdigte in seiner Rede die Verdienste des Dirigenten während seiner 16-jährigen Amtszeit als Künstlerischer Leiter und Chefdirigent des Württembergischen Kammerorchesters Heilbronn.

Hier geht es zum Bericht in der „Heilbronner Stimme“.

Mesterwerke der Streicherliteratur mit dem GKO: Arensky, Hindemith, Schreker und Mendelssohn

Anfang Mai 2018 erschien beim Label „Ars Produktion“ eine weitere CD-Einspielung des GKO Ingolstadt mit seinem Chefdirigenten Ruben Gazarian. Diese Veröffentlichung basiert auf dem GKO-Abokonzert vom 13.09.2017 im Festsaal des Ingolstädter Theaters und besteht aus Werken von Anton Arensky, Paul Hindemith, Franz Schreker und Felix Mendelssohn Bartholdy (detaillierte Angaben zum Programm dieser Neuerscheinung finden Sie unter dem Button „Diskografie“). Auch bei dieser Neuerscheinung handelt es sich um eine Produktion, die neben der herkömmlichen Stereo-CD auch eine mehrkanalige SACD-Fassung für besonders hohe audiophile Ansprüche enthält.

Hier geht es zur Rezension bei HRAudio.net