WKO Heilbronn mit Ruben Gazarian auf Tournee durch China

Die zehn Auftrittsorte der China-Tournee 2019 (zur Vergrößerung bitte auf das Bild klicken).                   Fotos: Hans Georg Fischer

Als überzeugter Touring-Klangkörper hinterlässt das Württembergische Kammerorchester seine Klangspuren auch bei einem überregionalen wie internationalen Publikum. In Februar-März 2019 war das Orchester unter der Leitung seines ehemaligen Chefdirigenten Ruben Gazarian erneut auf einer Tournee mit zehn Konzerten in verschiedenen Regionen Chinas. Nach Stationen in Beijing, Huanggang, Changsha, Hefei, Ma’anshan, Nanjing, Zhuhai, Dongguan und Huizhou fand das Abschlusskonzert in Shanghai statt. Auf dem Programm der Tournee standen Werke von Edvard Grieg, Nino Rota und Gustav Holst, als Solist trat der Solo-Cellist des WKO Gabriel Faur auf.

 

WKO und Ruben Gazarian vor dem Konzert in Zhuhai.

 

„CARNEVAL“: Neue CD mit Asya Fateyeva, WKO und Ruben Gazarian

„Da würden selbst Puristen schwach“, schrieb 2017 die Berliner Zeitung über Asysa Fateyevas damalige Veröffentlichung „Bachiana“, auf der sie gemeinsam mit dem WKO Heilbronn und Ruben Gazarian Bach-Kompositionen für das Saxophon arrangierte – ein Instrument, das es zu Bachs Lebzeiten noch gar nicht gab. Auch auf ihrer neuesten CD schlägt die Solistin ungewöhnliche Wege ein. Dieses Mal ergründet sie wieder zusammen mit dem Württembergischen Kammerorchester unter der Leitung von Ruben Gazarian die Welt des Karnevals, seine Dramen, Figuren und immer wieder überraschenden menschlichen Verwicklungen. Dafür eigne sich das Saxophon hervorragend, so Fateyeva: „Der Titel ‚Carneval’ beschreibt den Geist des Saxophons. Gerne mag es sich verkleiden, ausprobieren, verschiedene Stile ausloten und in die Rollen anderer Instrumente schlüpfen.“

Spielzeit 2019 des GKO Ingolstadt mit „Artist in Residence“ Sergei Nakariakov

GKO-„Artist-in-Residence“ 2019: Sergei Nakariakov

Grenzgänge zwischen Tradition und Moderne, Bekanntem und Rarem prägen seit jeher den Charakter des Georgischen Kammerorchesters Ingolstadt. Diese Ausrichtung des Orchesters wurde mit dem Amtsantritt von Ruben Gazarian stets weiter entwickelt und das Profil des GKO auch in dieser Hinsicht sorgfältig geschärft.

In der Saison 2019 steht dieses Grenzgängertum einmal mehr im Fokus. Einen Schwerpunkt bilden u.a. die Sinfonien von Joseph Haydn, 210 Jahre nach seinem Tod, ein weiterer gilt Wolfgang Amadeus Mozart. Ein besonderes Jubiläum markiert im Dezember 2019 der 100. Geburtstag von Mieczysław Weinberg (1919–1996). Der bedeutende russische Komponist polnisch-jüdischer Herkunft und enger Freund Dmitri Schostakowitschs bleibt in der westlichen Musikwelt immer noch weitgehend zu entdecken. Auch die Werke des Katalanen Miquel Ortega sind weniger bekannt. Der 1963 in Barcelona geborene Komponist und Dirigent interessiert sich vor allem für den Klang der Stimme und hat Werke u.a. für die kürzlich verstorbene Montserrat Caballé geschrieben.

Für das besondere Profil der Spielzeit 2019 ist Sergei Nakariakov als „Artist-in-Residence“ 2019 ein exzellenter Botschafter. Der Trompeter aus Russland, der sich beim GKO gerade erst in einem gemeinsamen Auftritt mit Sebastian Knauer, dem „Artist in Residence“ 2018, vorstellte, ist selbst ein Grenzgänger. In seinem breiten Repertoire pflegt er intensiv die zeitgenössische Musik. Eigens für ihn hat Jörg Widmann sein „ad absurdum“ geschaffen, ein anspruchsvolles Werk, maßgeschneidert für Nakariakovs herausragenden musikalischen und technischen Fähigkeiten. Im Eröffnungskonzert der Saison am 16. Januar 2019 ist der Künstler unter der Leitung von Ruben Gazarian auch mit genau dieser Komposition beim GKO zu erleben.

Das 3. Abo-Konzert am 21. März 2019 liegt allein in der Hand von Chefdirigent Ruben Gazarian, der neben Eric Satie, Maurice Ravel und Pēteris Vasks den Fokus auch auf den Jubilar Mieczysław Weinberg richtet. Seine Musik wird erneut zu Gehör gebracht von der russischen Pianistin Elizaveta Blumina (am 06. Juni 2019).

Musik von Johann Sebastian Bach, Ludwig van Beethoven, Franz Schubert, Arthur Honegger, Johann Simon Mayr, Niels Gade, Gustav Holst, P. I. Tschaikowsky und vielen anderen zeugt vom Reichtum des musikalischen „Kaleidoskops“, welches dem Publikum der Ingolstädter Abo-Reihe 2019 unvergessliche musikalische Erlebnisse bescheren wird. Mehrere Auftritte werden für Radio- und CD-Produktionen aufgezeichnet, u. a. für Deutschlandfunk Kultur.

Durch zahlreiche Gastspiele präsentiert das Georgische Kammerorchester Ingolstadt sein unverwechselbares Profil innerhalb Deutschlands, u.a. als Wiedereinladung beim renommierten Rheingau Musik Festival, in München, Frankfurt, Dortmund, Witten, Blaibach, Kempten und Donauwörth, sowie bei Schaffhausen Klassik in der Schweiz mit Khatia und Gvantsa Buniatishvili. Ein weiteres Schweiz-Gastspiel findet in Brugg statt, mit einer Aufnahme für den Radiosender SRF Kultur. Außerdem ist das GKO mit seinem Chefdirigenten bei zwei weiteren bedeutenden europäischen Festivals zu Gast: Emilia Romagna Festival  in Italien und Festival Ljubljana in Slovenien.

Natürlich hält die kommende GKO-Saison noch viel mehr an faszinierenden Projekten, musikalischen Einblicken und Entdeckungen bereit, die allesamt auf der Webseite des Orchesters erkundet werden können: www.gko-in.de

„Artist-in-Residence“ Sergei Nakariakov und Chefdirigent Ruben Gazarian bei der Vorstellung der Spielzeit 2019 im Ingolstädter AUDI-Forum am 8. November 2018

CD-Produktion mit „OPUS KLASSIK“ ausgezeichnet

  • Nach der Preisverleihung in Berlin (v. l. n. r.): WKO-Intendantin Madeleine Landlinger, Kathrin Christians und Ruben Gazarian

  • Für ihre Debüt-CD mit dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn und Chefdirigent Ruben Gazarian erhält Kathrin Christians (Flöte) den OPUS KLASSIK als Nachwuchskünstlerin des Jahres. Die Aufnahme ist 2017 bei Hänssler CLASSIC erschienen.
  • OPUS KLASSIK ist der neue Preis für klassische Musik in Deutschland und als solcher der Nachfolgepreis des Echo-Klassik. Er wurde erstmals im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung am Sonntag, den 14. Oktober 2018 im Konzerthaus Berlin vergeben.
  • Die Flötistin spielt auf der preisgekrönten Aufnahme in engem Dialog mit dem Orchester und seinem Chefidirigenten Konzerte von Jindrich Feld und Mieczysław Weinberg, sowie das Adagio von Mikis Theodorakis. Die musikalischen Partner Christians, Gazarian und WKO Heilbronn haben mit dieser Einspielung selten Gehörtes aus dem Flötenrepertoire (wieder) zum Leben erweckt.
    „Spielfreude, Virtuosität, Klangrausch“ attestiert der SWR der Aufnahme und pizzicato unterstreicht die Intensität der Flötistin und die Exzellenz des Württembergischen Kammerorchesters Heilbronn.

Mehr dazu auf: www.opusklassik.de

Ein besonderer Konzertabend in der Heilbronner Harmonie zum Abschluss der Amtszeit

Nach 16 Spielzeiten als Chefdirigent des WKO Heilbronn leitete Ruben Gazarian am 13. Juni 2018 sein letztes Abokonzert in dieser Eigenschaft. Das Programm bestand ausschließlich aus Musik von Ludwig van Beethoven. Neben dem Klavierkonzert Nr. 3 in c-Moll (Solistin: Lilya Zilberstein) und – als krönender Abschluss des Abends – der 3. Sinfonie „Eroica“, hatte auch die „Große Fuge“ in der Streichorchesterfassung einen Ehrenplatz im Programm: „Schon gleich am Beginn der Planungen für dieses bedeutungsvolle Konzert stand es für mich fest, dass ich unbedingt ein Werk darin haben möchte, welches ausschließlich mit Streichern – also der Stammbesetzung des Kammerorchesters – besetzt ist. Es sollte nicht nur das WKO in seiner reinen Streicherpracht zelebrieren, sondern auch als Tribut an das Kammerorchester verstanden werden, das über so viele Jahre integraler Bestandteil meines musikalischen Lebens war. Es ist mir tief empfundene Freude und Ehre gewesen, diesen feinfühligen Hochleistungs-Klangkörper zu leiten“, so Ruben Gazarian.

Am Ende des musikalischen Teils dieses denkwürdigen Abends wurden das Orchester und sein Chefdirigent mit langanhaltenden stehenden Ovationen stürmisch gefeiert. Im darauffolgenden offiziellen Teil des Abends ließ der Vorsitzende des WKO-Stiftungsrats Ralf Peter Beitner die Heilbronner Amtszeit von Ruben Gazarian in einer Rede Revue passieren, gefolgt von bewegenden Worten, die die Vorsitzende des Orchestervorstands Konstanze Felber-Faur im Namen des gesamten Orchesters an Gazarian richtete. Den Ausklang des langen Konzerts bildeten zahlreiche persönliche Begegnungen des dankbaren Publikums mit dem scheidenden WKO-Chefdirigenten und Mitgliedern des Orchesters im Foyer der Harmonie.

Hier geht es zur Rezension und Bildergalerie dieses Konzerts

„Er hat berührt, beglückt, erfreut und getröstet“: Hohe Auszeichnung für Ruben Gazarian

Am 11. Juni 2018 wurde Ruben Gazarian in einer feierlichen Zeremonie im großen Ratssaal des Heilbronner Rathauses mit der goldenen Münze der Stadt Heilbronn ausgezeichnet. Heilbronns Oberbürgermeister Harry Mergel würdigte in seiner Rede die Verdienste des Dirigenten während seiner 16-jährigen Amtszeit als Künstlerischer Leiter und Chefdirigent des Württembergischen Kammerorchesters Heilbronn.

Hier geht es zum Bericht in der „Heilbronner Stimme“.

Mesterwerke der Streicherliteratur mit dem GKO: Arensky, Hindemith, Schreker und Mendelssohn

Anfang Mai 2018 erschien beim Label „Ars Produktion“ eine weitere CD-Einspielung des GKO Ingolstadt mit seinem Chefdirigenten Ruben Gazarian. Diese Veröffentlichung basiert auf dem GKO-Abokonzert vom 13.09.2017 im Festsaal des Ingolstädter Theaters und besteht aus Werken von Anton Arensky, Paul Hindemith, Franz Schreker und Felix Mendelssohn Bartholdy (detaillierte Angaben zum Programm dieser Neuerscheinung finden Sie unter dem Button „Diskografie“). Auch bei dieser Neuerscheinung handelt es sich um eine Produktion, die neben der herkömmlichen Stereo-CD auch eine mehrkanalige SACD-Fassung für besonders hohe audiophile Ansprüche enthält.

Hier geht es zur Rezension bei HRAudio.net

Limitierte Sonderedition: „WKO Live – 15 Jahre Ruben Gazarian“

Zum 15-jährigen Jubiläum von Chefdirigent Ruben Gazarian beim Württembergischen Kammerorchester Heilbronn ist die CD-Box „WKO LIVE – 15 Jahre Ruben Gazarian“ in limitierter Auflage erschienen. Sie enthält 5 CDs mit ausgewählten Live-Aufnahmen aus Abokonzerten des WKO in seiner Heimspielstätte – Konzert- und Kongresszentrum Harmonie – seit September 2002. Jede CD hat ihre eigene dramaturgische Ausrichtung und zeigt in über 6 Stunden Musik unterschiedlichste Klangfacetten des Orchesters. Die ungeschnittenen Aufnahmen bieten ein Bouquet aus der ganzen Palette des WKO-Repertoires: Monumentale Säulen der Musikgeschichte für Streichorchester, das vergrößerte Kammerorchester mit Ausschnitten aus sinfonischen Werken und auch Teile der Neujahrskonzertprogramme.

 

Spielzeit 2018 des Georgischen Kammerorchesters wurde in Ingolstadt vorgestellt

Die Konzerte des Georgischen Kammerorchesters Ingolstadt sind als zentraler kultureller Baustein aus dem regelmäßigen städtischen Kulturangebot nicht mehr wegzudenken. Die Saison 2018 steht unter dem Motto „Klangwelten“, die in verschiedenste Hörerlebnisse und unterschiedlichste Regionen entführen, darunter Argentinien, der Balkan, das Baltikum, Deutschland, Frankreich, Georgien, Italien, Österreich, Russland und Tschechien.

Der nunmehr vierte „Artist in Residence“ 2018 ist der Pianist Sebastian Knauer. Er kann auf eine mehr als 25 Jahre dauernde internationale Konzertkarriere mit renommierten Partnern und auf wichtigen Bühnen blicken. Das seriös wirkende „Understatement“, kombiniert mit höchster Musikalität, prägt sein Spiel und seinen Stil, hat ihm zahlreiche Erfolge eingebracht und seinen Namen in der internationalen Musikwelt etabliert. Zudem ist Sebastian Knauer für seine vielseitige Kreativität in der Programmgestaltung bekannt und ist Gründer und Leiter des Festivals mozart@augsburg. Beim Georgischen Kammerorchester Ingolstadt eröffnet er die Abonnementreihe am 18.01. ebenfalls mit Mozart. Darüber hinaus ist er im Schostakowitsch-Abend (07.11., ABO 9) zu erleben.

Die Abonnementkonzerte locken auch 2018 wieder renommierte Klassikkünstler nach Ingolstadt. Dazu gehören u.a. Benedikt Klöckner, einer der aufregendsten Cellisten seiner Generation (01.03.), eine Grand Dame der Violine und Bratsche, Isabelle van Keulen, die mit ihren Einspielungen vielfach Maßstäbe gesetzt hat (08.05., Übertragung auf Deutschlandradio) oder die Schwestern Khatia und Gvantsa Buniatishvili am Klavier in einer großen Mozart-Hommage (06.06.). Zwei besondere Themenabende führen erst nach Frankreich (20.09.), wenn Ruben Gazarian seine glückliche Hand für französisches Kolorit unter Beweis stellt, und dann nach Russland (07.11): Bei dem ausschließlich Dimitri Schostakowitsch gewidmeten Abend ist auch „Artist in Residence“ Sebastian Knauer wieder zu erleben. Weitere Solisten der Abonnementkonzerte 2018 sind der Geiger Hugo Ticciati, den Kritiker bereits zu den „wahrlich großen Musikern von morgen“ rechnen (06.02.), der Kontrabassist Petru Iuga (12.04.), der Flötist Massimo Mercelli (18.10.) und der renommierte Trompeter Reinhold Friedrich (29.11.).

Durch verschiedene Gastspiele wirkt der Klangkörper als wichtiger Impulsgeber auch weit über die Region hinaus, was 2018 mit einer kleinen Sensation einhergeht: Als eines der ersten Kammerorchester wird das Georgische Kammerorchester Ingolstadt in der neu eröffneten Elbphilharmonie in Hamburg spielen. Das von Ruben Gazarian geleitete Konzert am 31.03.2018 mit dem Klavierduo Khatia und Gvantsa Buniatishvili ist Teil eines Festivals, das den Kaukasus portraitiert.

Der „Artist in Residence“ der vergangenen Saison, Cellist Daniel Müller-Schott, kehrt für drei Gastspiel-Konzerte zum Orchester zurück.

Weitere Höhepunkte der Saison sind eine Reihe von Sonderkonzerten: Im Neujahrskonzert (01.01.), geht es um die halbe Welt: nach Lateinamerika. Den Schwerpunkt bilden Stücke des Tangokönigs Astor Piazzolla. Für dieses Repertoire sind der Bandoneon-Star Daniel Binelli und die Pianistin Polly Ferman vortreffliche Spezialisten. Das Open Air Turm Baur am 27.07. bestreitet das gefeierte David Orlowsky Trio. Nach Ingolstadt kommen sie mit weltmusikalischen Eigenkreationen, die auch Istanbul oder den Balkan beschnuppern. Das Kammerorchester ist außerdem erneut bei den Audi Sommerkonzerten vertreten und spielt zudem das traditionelle Audi Weihnachtskonzert.