Gazarian verlängert seinen Vertrag in Ingolstadt bis 2020

Am 5. Mai 2017 wurde der Vertrag des Georgischen Kammerorchesters Ingolstadt mit Ruben Gazarian um weitere drei Jahre verlängert. Im Vorfeld haben sich sowohl das Orchester als auch der Aufsichtsrat der IN-Veranstaltungs gGmbH einstimmig für die Vertragsverlängerung ausgesprochen. Der gebürtige Armenier steht dem Orchester seit 2015 als künstlerischer Leiter vor und hat entscheidend dazu beigetragen, dass sich das GKO zu einem festen Bestandteil des Kulturlebens in Ingolstadt und der Region entwickelt hat.

Geschäftsführer Tobias Klein über die Vertragsverlängerung: „Ruben Gazarian ist ein hervorragender Dirigent, der das Georgische Kammerorchester Ingolstadt in seiner Identität und regionalen Bedeutung sehr gestärkt hat.“ Auch Gazarian ist glücklich über diese Entscheidung: „Ich freue mich über die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit dem GKO, da ich mich dem Orchester sehr verbunden fühle. Das einstimmige Votum des Orchesters für meine Vertragsverlängerung ist für mich eine überaus erfreuliche Bestätigung des Kurses, den wir eingeschlagen haben. Es warten schon viele neue und spannende Projekte auf uns.“ In den vergangenen Jahren hat der Dirigent bereits einige Neuerungen umgesetzt: Den Konzerten hat er besondere thematische Schwerpunkte verliehen und dem Ingolstädter Publikum dadurch neue spannende Werke zu Gehör gebracht. Durch seine internationalen Kontakte konnte er außerdem renommierte Solisten für das GKO gewinnen und einen jährlichen „Artist in Residence“ etablieren. Dieses Jahr ist es Daniel Müller-Schott, der mehrfach für Konzerte nach Ingolstadt kommt.

Auch diskographisch ist das GKO seit Beginn seiner Zusammenarbeit mit Ruben Gazarian wieder auf dem Markt vertreten und hat bereits drei CDs veröffentlicht, die seine vielfältige künstlerische Bandbreite dokumentieren. Zudem konzertiert das Orchester nicht nur in Ingolstadt, sondern gastiert auch regelmäßig auf Festivals wie dem Internationalen Musikfest Kreuth oder den Oettinger Residenzkonzerten. Auslandsreisen führten es unter anderem nach Spanien, Frankreich, Georgien, Österreich, in die Schweiz sowie zuletzt nach Israel. Neben seiner künstlerischen Leitung beim GKO ist Ruben Gazarian auch Chefdirigent des Württembergischen Kammerorchester Heilbronn. Diese Position hat er seit 2002 inne und wird sie nach 16 Jahren im Sommer 2018 einem Nachfolger übergeben.

CD-Neuerscheinung mit Asya Fateyeva

Johann Sebastian Bach ist Musikern und Musikliebhabern weltweit ein Säulenheiliger. Auch die klassische Saxophonistin Asya Fateyeva beschäftigt sich seit ihrer Jugend mit Bachs Werken, hat dabei allerdings, im Gegensatz zu vielen ihrer Kollegen, ein Handicap – Originalwerke des Meisters liegen für Saxophon nicht vor. Die junge Musikerin, 2016 mit dem ECHO-Klassik als beste Nachwuchskünstlerin ausgezeichnet, kann das nicht aufhalten: Auf ihrer neuesten Einspielung „Bachiana“ mit Werken Johann Sebastian Bachs und Heitor Villa-Lobos’ zeigt sie sich daher nicht nur als Virtuosin ihres Instruments, sondern ebenso als begabte Arrangeurin. Neben ihr glänzt das Württembergische Kammerorchester Heilbronn unter Chefdirigent Ruben Gazarian, das die Solistin so inspiriert wie umsichtig begleitet.

Die CD erscheint bei Berlin Classics und ist ab Ende März 2017 erhältlich

Zwischen Tradition und Risikofreude: „Reflexionen“ – die Saison 2017 des Georgischen Kammerorchesters Ingolstadt mit Chefdirigent Ruben Gazarian

Die Spielzeit 2017 des Georgischen Kammerorchesters Ingolstadt steht unter dem Motto „Reflexionen“. Mit seiner risikofreudigen Programmgestaltung bewegt sich das Orchester gekonnt zwischen Tradition und neu zu Entdeckendem. Programmatisch geht es im Jahr 2017 um Wandel, um Sein und Wollen, Herkunft und Identität, Tradition und Neuerung. Da ist Mendelssohn, von Schumann als „Mozart des 19. Jahrhunderts“ bezeichnet, dessen Schaffen als Bindeglied zwischen klassischer Gestalt und romantischem Gehalt gilt. Um den Fixstern Wolfgang Amadeus Mozart, dessen 225. Todestag im Dezember 2016 begangen wird, kreisen auch in der neuen Saison einige der Konzertabende. Darüber hinaus spannt das GKO einen musikalischen Bogen von C.P.E. Bach über Pjotr Iljitsch Tschaikowsky, Richard Strauss und Franz Schubert bis hin zu Klassikern des vorigen Jahrhunderts wie Béla Bartók, Edward Elgar, Paul Hindemith, Franz Schreker, Alfred Schnittke, Karl Amadeus Hartmann und Erich Wolfgang Korngold. Ebenso sind zeitgenössische Komponisten wie Minas Borboudakis und James MacMillan zu hören.

Die Reihe der Abonnementkonzerte startet am 12.01. mit „Artist in Residence“ Daniel Müller-Schott, der dann sowohl den Solopart als auch die Leitung übernimmt. Chefdirigent Ruben Gazarian steht bei sechs Abokonzerten am Pult. Zu den Höhepunkten zählen das gemeinsame Konzert mit Daniel Müller-Schott (04.05.); das reine Mendelssohn-Programm mit Solisten Linus Roth und William Youn (01.06.); das Open Air im Turm Baur (27.07.), sowie der Abend mit dem Klarinettisten und ARD-Musikwettbewerbsgewinner Sebastian Manz und dem Schweizer Casal Quartett (19.10.). Weitere Abokonzerte mit dem Chefdirigenten finden am 09.02. und 13.09. statt. Solisten der Abonnement-Reihe sind außerdem der vielversprechende Nachwuchs-Percussionist Richard Putz; Preisträgerin des ARD-Musikwettbewerbs Klarinettistin Annelien van Wauwe; das Alliage-Quartett, eines der bekanntesten deutschen Saxophonensembles sowie der japanische Pianist Kotaro Fukuma.

„Artist in Residence“ 2017, Daniel Müller-Schott, zählt zu den führenden Cellisten weltweit. Seit zwei Jahrzehnten begeistert er Publikum wie Presse mit seinen herausragenden musikalischen Interpretationen und seiner gewinnenden Persönlichkeit. Nach Geiger Julian Rachlin (2015) und Klarinettistin Sharon Kam (2016) ist Daniel Müller-Schott der dritte „Artist in Residence“ beim GKO, eine Institution, die Ruben Gazarian mit der Übernahme des Chefdirigentenpostens einführte.

Weitere musikalische Highlights bietet das GKO im Rahmen seiner Sonderkonzerte. Fester Bestandteil sind seit Jahren die Konzerte der Audi AG, neben der Sparkasse Ingolstadt Hauptsponsor des Orchesters. Die fruchtbare Partnerschaft wird 2017 mit zwei Konzerten im Rahmen der Audi Sommerkonzerte – dem Klassik Open Air am 22.07. und dem Audi Kinderkonzert „Horch mal!“ am 23.07. – sowie dem traditionellen Audi Weihnachtskonzert am 15.12. fortgeführt.

Daniel Mueller-Schott

Daniel Müller-Schott ist „Artist in Residence“ 2017 beim Georgischen Kammerorchester Ingolstadt

Foto: Uwe Arens

CD für Kinder: „Die Prinzessin auf der Erbse“ & „Der Mistkäfer“

Die beliebten Märchen „Die Prinzessin auf der Erbse“ und „Der Mistkäfer“ von Hans-Christian Andersen sind in einer Vertonung von Andreas N. Tarkmann vom Württembergischen Kammerorchester Heilbronn unter Leitung seines Chefdirigenten Ruben Gazarian, dem Kinderchor der Oper Stuttgart und Erzähler Juri Tetzlaff für das Label Coviello Classics auf CD aufgenommen worden. Diese Neuerscheinung ist ab sofort im Handel erhältlich.

Die beiden Märchen verbindet ein großes Thema: die Suche nach dem Glück. Der Mistkäfer strebt nach Anerkennung und Bestätigung, der Prinz sucht seine Traumprinzessin. Dabei begeben sich beide auf die Reise und müssen schwere Prüfungen bestehen.

Für das Württembergische Kammerorchester Heilbronn und Chefdirigent Ruben Gazarian ist es bereits die zweite Begegnung mit dem Komponisten Andreas N. Tarkmann für eine CD-Einspielung. 2012 ist die erfolgreiche Aufnahme „OPERA!“ (Berlin Classics) mit der Klarinettistin Sharon Kam entstanden, für die er Opernarien für ihr Instrument arrangiert hat.

CD Cover

Prinzessin auf der Erbse/Der Mistkäfer

Neueinspielung: Carmen Suite

Das Georgische Kammerorchester Ingolstadt legt mit Chefdirigent Ruben Gazarian am Pult die dritte gemeinsame CD-Neueinspielung vor: Rodion Shchedrins „Carmen Suite“ ist eine Verneigung vor der großen russischen Tänzerin und Choreografin Maya Plissezkaja, die im Mai 2015 in ihrer Wahlheimat München verstarb. Zugleich wird ihr Mann, der Komponist Rodion Shchedrin gewürdigt, der 2017 seinen 85. Geburtstag begeht. Rodion Shchedrin schrieb die „Carmen Suite“ Mitte der 60er Jahre für seine Frau. Das Werk ist eine Ballettmusik für Streicher und Schlaginstrumente nach Motiven der gleichnamigen Oper von Georges Bizet. Bekannte Ohrwürmer aus der Oper „Carmen“ werden stilistisch gewandelt, durch eine farbenreiche Instrumentation, die das Kolorit deutlich verändert und eine geschärfte Rhythmik. Darüber hinaus reflektiert die „Carmen Suite“ auch Motive aus der zweiten „L’Arlésienne Suite“.

Die vorliegende CD-Veröffentlichung ist der Mitschnitt eines Konzerts vom 15. Oktober 2015 in Ingolstadt und ist ab Juli 2016 im Handel erhältlich.

Cover-Carmen

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